Das bin ich!

Das ist Fine meine erste Pferdeliebe
Das ist Fine meine erste Pferdeliebe

... auf dem Bild mit meinem liebsten Hobby. 

Über Pferde könnte ich den ganzen Tag erzählen. Es ist mein Lieblingsgesprächsthema.

Der Umgang mit diesen Tieren erdet mich, macht meinen Kopf frei und zwingt mich, bei jedem Wetter das Haus zu verlassen. 

Von den Pferden habe ich gelernt, dass Liebe und Konsequenz Hand in Hand gehen, und dass man stark und mutig sein kann, auch wenn man sich nicht so fühlt.

 

 

 

 

Blick von der Zinne über die Altstadt zum Schlossberg
Blick von der Zinne über die Altstadt zum Schlossberg

Geboren wurde ich in Kronstadt Rumänien (Transsylvanien) wo ich (ohne jemals Dracula oder anderen Vampiren begegnet zu sein) aufwuchs. Nach der Wende 1990 wanderte ich mit meiner Familie (wie die meisten meiner Freunde) nach Deutschland aus.

Das war ein gravierender Einschnitt in meinem Leben. Meine Freunde verteilten sich in alle Winde und ich landete in einem Dorf der Nähe von Freiburg, wo ich bis zum Abitur lebte.

 

Bei der Arbeit
Bei der Arbeit

Meine ersten Geschichten schrieb ich in der Pubertät. Alles fing damit an, dass meine Freundin und ich uns auf dem Schulhof erfundene Geschichten erzählten. Sie konnte das toll, aber mir fiel spontan nie was ein, sodass ich mich am Nachmittag hinsetzte und meine Geschichten aufschrieb. Bald reichte ein Nachmittag nicht mehr, um eine Geschichte zu erzählen, denn sie wurden immer länger.

Die Gabe einfach ins Blaue zu schreiben, verflog mit dem zunehmenden Anspruch, den ich an meine Texte stellte. Viele Jahre schlummerte der Wunsch, mal wieder etwas zu Papier zu bringen, unerfüllt vor sich hin, bis ich mich eines Tages dabei ertappte, wie ich diesen Wunsch auf meinen Sohn übertrug. Ich sah mich bereits mit tränenblinden Augen im Lehnstuhl sitzen, in meiner Hand ein Buch mit der Widmung: „Für meine Mutter, die mir den Schlüssel zu den Toren verborgener Welten in den Schoß gelegt hat.“

Da wurde mir klar, dass ich handeln musste.

In einer kalten Winternacht erblickte „Lume´tai“ auf einem Zettel das Licht der Welt. Zwei Jahre schrieb ich an der Trilogie „Der geheime Schlüssel“, wobei ich viel Zeit damit verbrachte, die Natur zu beobachten und Bäume kennenzulernen. Ich beobachtete das Wetter und die Beschaffenheit des Windes, las historische Texte über Schlachten und Kriege und studierte den Aufbau von Burgen und Städten. Ich entwarf Wappen und die Kleidung meiner Protagonisten. Auch die Entdeckung meiner Leidenschaft für Pferde fällt in diese Zeit.

 

Aber natürlich habe ich auch noch einen Job, denn von Tagträumen allein kann kein Mensch leben. Schon gar nicht in München.

Nach dem Abitur machte ich ein freiwilliges soziales Jahr in Karlsruhe und lernte die Arbeit in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung kennen. Fast vom Fleck weg hatten es mir diese besonderen Menschen angetan. Ich war begeistert von ihrer Herzlichkeit und Direktheit aber auch von ihren Macken und Auffälligkeiten, mit denen man sich gut und gerne überall blamieren kann. Obwohl ich das so eigentlich nicht geplant hatte, machte ich eine Ausbildung zur Jugend und Heimerzieherin.

 

Alles in allem arbeite ich (mit kurzen Unterbrechungen durch Elternzeit) nun seit 20 Jahren mit geistig behinderten Menschen und kann jedem, der behauptet, so was niemals tun zu können, nur empfehlen, alle Vorurteile einmal über Bord zu werfen und auf diese Menschen zuzugehen.