Hier gibt´s das, was ihr eigentlich gar nicht wissen wollt, ich aber dennoch in die Welt hinausschreien möchte :)

Auf den Schwingen verlorener Zeit

            Aus der Rubrik „Brotlose Kunst“.

Heute vor fünf Jahren war ich sehr aufgeregt, denn mein Roman mit dem Titel „Seelenpirsch“ war fertig. Meine Lektorin endlich zufrieden, das Cover okay, der Text gesetzt und ich konnte veröffentlichen.

Für einige Wochen war der Titel online, als ich von einer Agentur, die großes Interesse an diesem Buch zeigte, unter Vertrag genommen wurde. Dafür musste aber „Seelenpirsch“ erstmal vom Markt genommen werden.

Wie das Leben so spielt, kam dann aber ein neues Projekt auf mich zu. Ich bekam den Auftrag ein Hörspiel für Kinder zu schreiben. Dieser Auftrag nahm meine Agentin und mich so sehr in Anspruch, dass mein Buch ins Hintertreffen geriet. Die Hoffnung auf einen Verlagsvertrag wurde verschoben, und verschoben, und verschoben ...

Mein eigenes Leben ging indes weiter. Ich bekam einen Vertrag für ein anderes Buchprojekt und veröffentlichte zwei Jahre später „Last Stop Kasachstan“. Gleich darauf forderte mein Brotjob mehr Aufmerksamkeit und eine unerwartete Beförderung mehr Einsatz.

„Seelenpirsch“ war aus den Augen, aus dem Sinn – bis zu dieser einen denkwürdigen Nacht.

                                                                       ***

Es war eine laue Sommernacht und ich hatte Nachtwache in der Arbeit. Im ganzen Haus war es still, alles, was zu tun war, erledigt und ich hatte Zeit zu lesen. Mein Reader zeigte einen Lesefortschritt von 85% als das Buch, das ich las, nach gefühltem zwei Mal umblättern plötzlich, mit einem Hinweis auf einen zweiten Teil, zu Ende war.

Mitten in der Nacht hatte ich nichts mehr zu lesen, der Reader hatte keinen Internetzugang und war wahrscheinlich zum ersten Mal seit Jahren mit keinem einzigen ungelesenen Buch bestückt. Ungläubig blätterte ich meine Bibliothek durch. Dann plötzlich dieses Cover, das mich anlächelte wie ein vernachlässigter Freund. Ich klickte den Titel an und las. Zeilen vertraut aber schon fast vergessen. „Erinnerst du dich?“, fragte Bianka und erinnerte Mark an ihre Liebesgeschichte, die vor fünf Jahren begann. Sie erinnerte mich an die Geschichte, die ich vor fünf Jahren veröffentlichen wollte.

Ich las mich in ihr fest, konnte den Reader kaum aus der Hand legen und saß schließlich heulend die halbe Nacht im Wohnzimmer und las mein eigenes Buch zu Ende.

"Das kann ich keinem erzählen", dachte ich mir. "Wer soll mir das glauben?"

Aber dann erzählte ich es doch einem Freund.

Er ist der Grund, warum ich den Text anschließend noch einmal überarbeitet habe. 

 

Nach fünf Jahren der Stille ist „Seelenpirsch“ jetzt online, vorbestellbar und ab dem 1 Oktober zum Downloaden bereit.

Es war einmal ...

In den Armen des wilden Tataren ...

mehr lesen 0 Kommentare

Sophie Simón

Das zweite Ich

mehr lesen 9 Kommentare

Messeankündigung

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter mir und ich freue mich, mitteilen zu können, dass ich am 15 März um 15:30 in der Halle 5 B 309 eBook Lounge auf der Leipziger Buchmesse aus meinem Roman "Ein Lied aus Tränen" lesen werde. Viel mehr dazu gibt es noch gar nicht zu sagen. Wir sehen uns in der eBook Lounge.

Ein Lied aus Tränen

Heute ist es soweit. Dorothea und Eric betreten die Bühne der Öffentlichkeit und ich bin gespannt, wie sie von meinen Lesern aufgenommen werden. Heute, zu ihrem Geburtstag sozusagen, möchte ich ein wenig über die Beiden erzählen.

Eric ist ein Charakter, der mich viele Jahre lang begleitet hat. Seine Verletzlichkeit unter all seiner Kraft und Dominanz hat mich vom ersten Augenblick berührt. In Büchern und Filmen ist er mir in der einen oder anderen Ausprägung immer wieder untergekommen, bis ich ein ganz deutliches Bild von ihm hatte – meinem Eric. Ich weiß jetzt schon, dass die meisten von Euch ihn nicht mögen werden. Es ist schwer dies zu tun … und doch auch wieder nicht.

 

Dorothea ist seine Gegenspielerin. Sie ist nett, ein wenig ängstlich und unselbstständig, aber sie entwickelt sich, was natürlich Probleme mit sich bringt. Aufgewachsen ist sie in der gleichen Stadt wie ich. Kronstadt. Allein diese Tatsache hat dieses Buch für mich zu einer Reise in die Vergangenheit werden lassen ... 

9 Kommentare

Ein Lied aus Tränen

Es ist für mich immer ein erhebender Moment, wenn ich zum ersten Mal das Gesicht meines Romanes sehe - das Cover. Das, was dem Leser zu allererst ins Auge fällt, ist für mich - die Autorin - der krönende Abschluss.

Wochen, oft Monate verbringe ich in der Gesellschaft meiner Protagonisten. Ich sehe sie wachsen, kenne sie in und auswendig, gehe mit ihnen durch dick und dünn und mag oft auch die Gestalten, die furchtbar sind. Es gibt so viele Dinge, die ich in ein Buch hinein schreibe und hinein fühle, dass es mir sehr schwer fällt, mir vorzustellen, wie das alles in ein einziges Bild gebannt werden soll. Nun, ich glaube, ich verspreche nicht zuviel, wenn ich behaupte, dass das Cover meines ersten nicht fantastischen Romans die Stimmung dieses Buches hervorragend einfängt.

"Ein Lied aus Tränen" ist ein mitreißender, trauriger, düsterer Liebesroman. Ein Geflecht aus Geschichte und Musik. Drei Sommer verteilt über die Jahrzehnte und jeder hinterlässt seine Spuren. 

 

Und der Erscheinungstermin? Im Sommer natürlich - Juli.

0 Kommentare